HSPA+ Vodafone
Der internationale Netzbetreiber Vodafone testet die HSPA-Erweiterung HSPA+ bereits seit 2008 unter Laborbedingungen. In Zusammenarbeit mit dem chinesischen Ausrüster Huawei, dem US-amerikanischen Technologieunternehmen Qualcomm sowie dem schwedischen Mobilfunkkonzern Ericsson werden Soft- und Hardware-Komponenten für den Datenturbo HSPA+, auch HSPA Evolution genannt, erprobt.
Anfang des Jahres startete Vodafone einen Praxistest in Spanien. Dabei kommt eine von Qualcomm und Ericsson entwickelte HSPA+-Technik mit 64-QAM zum Einsatz. QAM steht für Quadratur-Amplituden-Modulation, eine Modulationsart, die Amplituden- und Phasenmodulation miteinander kombiniert. Diese Methode bewirkt, dass mehr Bits in einem Signal untergebracht werden können. So können mit 16-QAM vier Bit in ein Symbol kodiert werden, mit 64-QAM sind es sechs Bit. Vodafone möchte in Spanien bis zu 21 Megabit pro Sekunde im Downlink erreichen. Die kommerzielle Einführung von HSPA+ soll dann auf der iberischen Halbinsel noch im Jahr 2009 erfolgen.
Im deutschen Vodafone-Netz sind derzeit HSPA-Übertragungsraten von 7,2 Megabit pro Sekunde im Download möglich, der Upload funktioniert mit maximal 1,4 Megabit pro Sekunde. Wann die HSPA-Erweiterung in Deutschland von Vodafone implementiert wird, steht noch nicht fest. Auf der CeBIT 2008 hatte der Netzbetreiber bereits ein Testsystem präsentiert, das Datenraten von bis zu 28,8 Megabit pro Sekunde im Downstream erreichte.
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